Unser Verein · Seit 1930

1. AngelvereinErlensee

Vereinswappen 1. AV Erlensee 1930 e.V.

Fast ein Jahrhundert Anglertradition am Bettelworb – Geschichte, Geschichten und ein Vereinsheim, das Heimat geworden ist.

Vereinsheim

Herzlich willkommen

Unser Vereinsheim Am Bettelworb

Etwas außerhalb von Erlensee-Rückingen, direkt an den Altarmen der Kinzig. Die Zufahrt führt über die Hattergasse – und kühle Getränke gibt es immer.

Vereinsheim mit Wappenwand und Pavillon
Giebelansicht des Vereinsheims
Überdachte Terrasse des Vereinsheims
Pavillon mit Banner der Partnerschaft mit Wusterwitz

Zum Schutz unserer Jugend ist auf dem gesamten Vereinsgelände einschließlich Erlensee jeglicher Konsum von Drogen untersagt.

Vereinsgeschichte

Von 1930 bis heute

Alles begann mit zwölf Männern

Anfang 1930 setzten sich zwölf gestandene Männer zusammen, um ihrer Passion – dem Angeln – endlich offiziell nachgehen zu dürfen. Trotz knapper Kassen und hoher Arbeitslosigkeit gründeten sie im März 1930 den 1. Angelsportverein Rückingen 1930 e.V. – mit einem gepachteten Abschnitt der Kinzig und dem Altarm im Flurstück „Bettelworb“. Erster Vorsitzender wurde Franz Schmehl.

Die Satzung legte wohlweislich fest: Jeden 1. Samstag im Monat ist als unbedingte Pflicht eine Mitgliederversammlung abzuhalten. So trafen sich die Angler regelmäßig – und die Ehefrauen konnten keine Einwände machen. Der 1. Samstag wurde zwölfmal im Jahr zum hohen Feiertag.

Historisches Foto der zwölf Gründungsmitglieder des 1. ASV Rückingen
Die Gründer des 1. Angelsportvereins Rückingen, 1930

1930 Die Gründung

Die Fischereirechte lagen teils bei den Kommunen, teils beim Fürsten von Isenburg – es war schwer festzustellen, wer wo was besaß. Unbeirrt dessen pachteten die zwölf Gründer einen Kinzig-Abschnitt und den Altarm am Bettelworb und hoben im März 1930 ihren Verein aus der Taufe. Von Anfang an galt: Angeln ist hier Passion, Gemeinschaft und Verantwortung fürs Wasser zugleich.

1933/34 Das erste Anglerheim

Am Altarm „Am Bettelworb“ errichteten die Gründer das erste Heim des Vereins: eine kleine Bretterhütte für die Angelgeräte, die damals noch mit dem Fahrrad transportiert wurden – und mit einem kleinen Aufenthaltsraum für die „hohen Feiertage“. Was sich in diesem Hüttchen zugetragen hat, wurde nie schriftlich festgehalten. Nur so viel: Das Wasser lief nicht nur in der Kinzig, sondern auch vor Lachen aus den Augen der Mitglieder.

Nachkriegszeit Neuanfang

Nach dem Krieg kam eine vereinslose Zeit – jeder kämpfte ums Überleben. Die Währungsreform wertete das auf 3.091 Reichsmark angewachsene Vereinsvermögen auf 381 D-Mark ab. Doch die Rückinger wurden wieder rührig: Unter Wilhelm Kolb und Franz Schmehl fand der Verein zurück ans Wasser.

1958 Die Ära Fred Gruner

Mit 30 Mitgliedern übergab die alte Führung an einen jungen Mann: Fred Gruner. Er erweiterte das Hüttchen zum „Kleinod und Heimat für alle Angler aus Nah und Fern“ – und rettete den verlandenden Altarm: Das Ausbaggern organisierte er über die US-Streitkräfte des Fliegerhorsts Langendiebach – fast zum Nulltarif. Das Biotop blieb bis heute erhalten.

1973–1976 Kinzigrechte & neue Namen

Unter Karl-Heinz Wörner kaufte der Verein einen Teil der Kinzig-Fischereirechte vom Fürsten von Isenburg und gründete mit 14 weiteren Vereinen die Interessengemeinschaft der Kinzigpächter – so konnten die großen Fischsterben der 70er gemeinsam überwunden werden. Der Vereinsname wanderte mit der Region: 1967 „Rückingen-Niederrodenbach“, 1974 „Erlensee-Rodenbach“, seit 1994 schließlich 1. AV Erlensee 1930 e.V.

1977–1996 Wachstum & Wiederaufbau

Fast zwanzig Jahre führte Franz Hinz den Verein – auf 150 aktive, 25 jugendliche und 100 passive Mitglieder. Das durch Vandalismus fast zerstörte Vereinsheim wurde 1981 neu aufgebaut, die Altarme wurden gekauft und unter Schutz gestellt. 1991 folgte das Meisterstück: Nach zähem Genehmigungskrimi blieben exakt drei Tage, um 1.200 Meter Strom-, Wasser- und Telefonkabel durchs Schutzgebiet zu verlegen – perfekt vorbereitet, waren sie in nur zehn Stunden eingepflügt.

1.200 m Kabel 10 Stunden 3 Tage Frist

1996–2005 Der See wird unser

Unter Thomas Blasius wuchs der Verein weiter – doch am gepachteten Erlensee sorgten Badegäste, Griller und Camper im Naturschutzgebiet für Dauerärger. Blasius’ Idee: den See kaufen. Am 1. April 1999 ging der Erlensee in Vereinsbesitz über, die Zahl der Fischereiaufseher stieg von drei auf dreizehn – und binnen eines Jahres kehrte Ruhe ein. Auch die brechenden Ufer der Altarme wurden mit Basaltsteinen gesichert.

2005–heute Eine neue Zeit

Auf Thomas Blasius folgten Nick Preis, Erhard Heilmann und Tino Spude; im Corona-Jahr 2021 führte der 2. Vorsitzende Niels Börner die Geschäfte. Dann schrieb der Verein Geschichte: 2022 wurde Brigitte Dost als erste Frau in über 90 Jahren zur Vorsitzenden gewählt. Die Tradition der zwölf Gründer lebt weiter – am selben Altarm, am selben Bettelworb.

Besuch uns am Wasser

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